Brauchen unsere Hunde beim Futter Abwechslung?

Brauchen unsere Hunde beim Futter Abwechslung?

Wir alle wünschen uns ein langes Leben bei möglichst guter Gesundheit. Eine ausgewogene und vor allem abwechslungsreiche Ernährung kann wesentlich dazu beitragen, dass uns dieser Wunsch auch erfüllt wird. Doch gilt die tägliche Abwechslung auf unseren Tellern auch für unsere Hunde im Napf? Bei einem chronisch kranken...

Hund wie meiner Coco stellt sich die Frage nach der Vielfalt im Futter sowieso nicht. In den Napf kommt nur, was sie auch verträgt. Doch wie sieht es bei einem gesunden Hund aus? Sind es nur wir Menschen, die denken, dass unser Hund nach der Abwechslung beim Futter geradezu lechzt, oder braucht er diese tatsächlich?

 

Was der Tierarzt zur Vielfalt im Hundenapf sagt

Ich habe zuerst einmal bei unserem Haustierarzt nachgefragt. Er hat mein vollstes Vertrauen, da er Tiere wirklich liebt und nicht nur ausschließlich als Einnahmequelle sieht. Auch für die Pharmaindustrie ist er ganz bestimmt nicht die erste Wahl unter den Tierärzten. Man muss nicht immer gleich mit schweren Geschützen auffahren, oft geht es auch anders. Sein Statement zur Vielfalt im Hundenapf war sehr einfach: „Es ist völlig unwichtig, ob ein Hund sein ganzes Leben beispielsweise nur Pferdefleisch bekommt, wichtig ist, die Gesamtversorgung mit allen nötigen Nährstoffen“. Die Eiweißquelle ist beim Hund also völlig unerheblich, das Gesamtpaket ist entscheidend.

 

Wie die Ernährungsberaterin die Abwechslung im Napf sieht

Iris Otto-Siemakowski ist zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde und ich habe auch sie gefragt, was sie davon hält, wenn man seinen Hund möglichst abwechslungsreich füttert:

 

„Hundebesitzer sind häufig der Meinung, dass ihr Hund eine abwechslungsreiche Ernährung benötigt und nicht immer dasselbe Futter im Napf vorgesetzt bekommen sollte. Sie möchten ihrem Liebling natürlich damit etwas Gutes tun und die Mahlzeiten so abwechslungsreich wie möglich gestalten. Es kommt daher entsprechend häufig zu einem Wechsel des Hundefutters und/oder der Futtersorten. Eine solche Futterumstellung sollte jedoch niemals abrupt, sondern entsprechend langsam erfolgen, damit die Verdauung des Hundes sich bewusst darauf einstellen kann. Eine Umstellung auf ein neues Futter setzt den Magen-Darm-Trakt des Hundes und insbesondere die empfindliche Darmflora einem unnötigen Stress aus und belastet so den Organismus. Durchfall, Blähungen und Erbrechen können die Folge sein. 

Der Mythos des abwechslungsreichen Futters hält sich dennoch verbissen.
Der Hund kann sehr gut mit nur einer Fleischquelle auskommen. Viel wichtiger als die tägliche Abwechslung ist vielmehr, darauf zu achten, dass jede Mahlzeit wirklich alle essentiellen Nährstoffe für den Hund abdeckt.“

 

Dass bei unseren Hunden weniger oft mehr ist, darüber sind sich die Experten einig. Ich denke, dass wir hier umdenken müssen, auch ich. Nicht alles was für den Menschen gut und ansprechend ist, muss zwangsläufig auch für den Hund gelten.


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