Kind & Welpe - Meine 5 Tipps

Kind & Welpe - 5 Tipps

Ein Welpe kommt ins Haus, für Kinder zweifellos ein ganz besonderes Erlebnis. Der neue Mitbewohner wird sofort gedrückt, geknuddelt, gestreichelt und mit Liebe überhäuft. Beim Welpen kann das aber schnell zu einer Überforderung führen. Ohne Erfahrungswerte ist der Welpe Kindern gegenüber...

zunächst einmal neutral eingestellt. Schlechte Erfahrungen in dieser Zeit können jedoch später einmal dazu führen, dass der Hund panische Angst vor Kindern entwickelt. Ich habe schon persönlich erlebt, dass ein Hund solche Angst vor Kindern hatte, dass er im Stehen Kot verloren hat. Leider weiß ich nicht, was ihm widerfahren ist. Einfach schrecklich. Ein an sich lieber Hund, der jedoch besser nicht in einem Haushalt mit Kindern leben sollte. Eine gute Vorbereitung, je nach Alter der Kinder, ist für ein harmonisches Zusammenleben unumgänglich. Auch bei uns hat nicht alles sofort geklappt. Die Kinder haben die Hunde, vor allem Pollux, der ja erst 12 Wochen alt war, mit ihrer Liebe fast erdrückt. Das hat ihm natürlich nicht immer gut gefallen.

 

Ich habe nun nach meinen persönlichen Erfahrungen 5 Tipps zusammengestellt, die Eltern vor allem beim ersten Hund helfen können, den neuen Gefährten ohne großen Stress in die Familie zu integrieren. Das sollte jedoch immer unter Aufsicht eines Erwachsenen erfolgen.

 

1.   Ein Hund ist ein Lebewesen und kein Spielzeug. Der kleine Vierbeiner hat Schlaf- und Ruhezeiten. Je nach Alter ist das für Kinder jedoch nicht immer einfach zu verstehen. Eine schwierige Aufgabe, doch wenn man lange genug durchhält und die kleinen Zweibeiner immer wieder darauf hinweist, kann man durchaus erfolgreich sein.

 

2.   Rückzugsmöglichkeiten in einer kinderfreien Zone schaffen. Pollux hatte als Welpe das Schlafzimmer als Rückzugsort zur Verfügung. Wir haben ihm ein kuscheliges Plätzchen neben dem Bett eingerichtet und wenn es ihm zu viel wurde, ging er einfach. Das macht er übrigens heute noch.

 

3.   Kindern spielerisch die Körpersprache des Hundes näher bringen. Es macht Spaß und die Kinder sind sehr stolz auf ihr Wissen. Leider wird das Erlernte in der Praxis nicht immer umgesetzt, aber auch hier führt nur die Geduld zum Gelingen. 

 

4.   Den Hund nicht beim Fressen stören. Hier kann es sehr leicht zu Missverständnissen kommen. Die Kinder durften Pollux und Coco das Futter zwar hinstellen, mussten sich dann aber zurückziehen.

 

5.   Kinder von Beginn an mit einbeziehen. Dies stärkt die Bindung zwischen Hund und Kind. Die Kinder können, je nach Alter, kleine Aufgaben bei der Betreuung des Welpen übernehmen. Einige Hundeschulen bieten auch spezielle, kindgerechte Kurse an. Die Kinder (Volkschulalter) können dort mit ihren Hunden den Grundgehorsam wie Platz und Sitz, aber auch andere Dinge spielerisch lernen.

 

 

Zu guter Letzt: Auch der Hund braucht Regeln. Diese sollten gemeinsam mit den Kindern erstellt und dann auch von allen Familienmitgliedern eingehalten werden. Es kann allerdings schon mal vorkommen, dass trotzt striktem Fütterungsverbot der Hunde bei Tisch, das ein oder andere Pommes ganz von selbst den Weg vom Tisch auf den Boden findet;-)


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