Hundefutter - Traum und Wirklichkeit

Die Hundefutterindustrie verspricht uns nur das Beste für unsere Hunde. Jeder Anbieter will uns weißmachen, dass unsere Hunde genau mit seinem Futter ein vitales glückliches und langes Leben vor sich haben werden. Warum entwickeln dann immer mehr Hunde Futtermittelallergien? Ich kenne dieses Problem aus eigener Erfahrung. Als Pollux ca. eineinhalb Jahre alt war, wurde bei ihm eine Futtermittelallergie festgestellt. Er bekam bis dahin eigentlich hochwertiges Nassfutter. Seine Ohren waren wund und er hatte Haut- und Fellprobleme. Also habe ich, in dem Glauben, ihm zu helfen, das vom Tierarzt empfohlene Trockenfutter gefüttert. Es wurde tatsächlich besser. Ich fütterte...

ihn also ca. ein halbes Jahr mit dem speziellen Trockenfutter. So weit, so gut. Als er jedoch aufgrund des Trockenfutters Struvitkristalle bekam und durch den damit verbundenen starken Harndrang dauernd raus musste, war mir klar, dass sich etwas ändern muss. Ich habe mich damals fürs Barfen entschieden und es geht ihm bis heute wunderbar. Nun muss nicht jeder gleich barfen, aber man sollte darauf achten, welche Bestandteile sich im Fertigfutter befinden. Offenbar nehmen es manche Hersteller mit den Inhaltsangaben auf ihrem Futter doch nicht so genau. Es gibt einen großen Spielraum zwischen gesetzlichen Vorgaben und dem was tatsächlich drauf steht und drinnen ist.

 

Ich habe einen ziemlich interessanten Bericht aus dem Jahr 2012 für euch herausgesucht, der nach wie vor brandaktuell ist. Von der AGES -  Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, wurden unterschiedliche Nassfutter getestet. Zu sehen ist auch, wie differenziert man die Inhalte eines Dosenfutters interpretieren kann. Der Marketingleiter des Futtermittelherstellers MARS konnte beispielsweise den Geflügelanteil im eigenen Futter nicht näher definieren. Die Angaben an den Dosen stimmen ebenfalls nicht wirklich mit den Testergebnissen überein. Dass beispielsweise auch Rind- und Schwein in der Geflügeldose enthalten sind, führte der Marketingleiter auf zukünftige und natürlich auch vergangene Lieferengpässe zurück. Drinnen ist es aber immer. Was mich besonders verwundert hat: Deklariert war dieser Fleischanteil auf der Dose nicht. Auch Hundebesitzer und eine Tierärztin, die ihre Patienten nicht gleich mit Medikamenten vollstopft kommen zu Wort. In knappen 40 Minuten könnt ihr euch hier das Video ansehen und euch selbst ein Bild machen. Freue mich auf euer Feedback!


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