Kostet Barfen mehr Zeit?

Kostet Barfen mehr Zeit - AbsolutHund.at

Viele Menschen sind der Meinung, dass das Barfen ihres Hundes zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde und deshalb für sie nicht in Frage kommt. Ich verstehe dieses Argument sehr gut, glaube aber, dass bei richtiger Vorarbeit und Einteilung der Faktor Zeit bei der Rohfütterung unserer Hunde keine wesentliche Rolle spielt. Der große Zeitaufwand liegt meiner Ansicht nach vor allem in der Vorbereitung auf das Barfen selbst. Man muss sich intensiv in die Materie einlesen und sollte sich von einem Spezialisten einen Futterplan erstellen lassen bzw. wenn man...

es sich zutraut, selbst einen anfertigen. Das kostet wirklich Zeit. Bei meinem Barf Start habe ich noch alles genauestens abgewogen und war unsicher, ob Pollux und Coco auch wirklich gut mit allen nötigen Nährstoffen versorgt sind. Doch, je routinierter man selbst wird, desto schneller geht das Barfen. Mittlerweile sind Pollux, Coco und ich schon beinahe Barf-Profis. Die beiden was das Verspeisen angeht und ich bei der Vor- und Zubereitung.

 

Gute Vorbereitung ist alles

Beim Barfen ist es unumgänglich einen Vorrat anzulegen. Der tatsächliche Zeitaufwand variiert natürlich und ist auch abhängig davon, welche Kapazitäten mir zur Verfügung stehen. In meinem Gefrierfach kann ich maximal für drei Wochen einlagern. Damit für uns auch noch etwas Platz bleibt, bestelle ich also mein Fleisch zwei Mal pro Monat bei meinem Anbieter für Hundefrostfutter. Das Gemüse bestelle ich ebenfalls mit, oder püriere große Mengen frisch und friere es dann selbst ein. Hier habe ich den Vorteil, dass ich gleich portionsweise einfrieren kann. Das fertig gemixte Gemüse gibt es leider nur in 500 g Einheiten, also muss ich die täglich benötigte Ration auch vorab teilen. Wie viel Zeit nimmt nun die Vor- und Zubereitung in meinem Fall in Anspruch?

 

Vorbereitung zwei Mal pro Monat

Lieferung entgegen nehmen, fertigen Gemüsemix und Fleisch im Gefrierfach verstauen: ca. 10 Minuten

Gemüse für 1 Monat selbst pürieren, portionieren und einfrieren: ca. 15-20  Minuten

 

Vorbereitung am Abend vor der Fütterung

Pollux und Coco werden zwei Mal täglich gefüttert. Ich nehme also am Vorabend das gefrorene Fleisch, Rinderblut und Gemüse aus dem Tiefkühlfach und lasse es über Nacht auftauen. Das Rinderfett lagere ich im Eiskasten und bereite es auch schon in der richtigen Menge vor.

Zeitaufwand: ca. 5 Minuten

 

Zubereitung morgens und abends

Die Futterzubereitung an sich dauert morgens und abends jeweils ca. 5 Minuten.

 

Ich brauche also täglich maximal 15 Minuten Zeit, um meine Hunde mit, wie ich meine, Nahrung zu versorgen, bei der ich auch weiß, was drinnen ist. Eine Dose zu öffnen oder Fertigfutter in den Napf zu füllen unterschreitet meine Maximalzeit mit Sicherheit um einiges. Ja, es stimmt, Barfen ist zeitaufwändiger, aber man spart sich auch einiges. Die ständigen Tierarztbesuche vor der Rohfütterung haben nämlich auch enorm viel Zeit gekostet.

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Susanne (Mittwoch, 01 Juli 2015 13:40)

    Ich finde es immer spannend die Beiträge anderer Barfer zu lesen und wie die das so machen. Inzwischen ist barfen ja salonfähig geworden ;-) Als ich vor 13 Jahren angefangen habe war ich eher eine einsame Verfechterin. Dafür gab es auch noch keine Facebook-Gruppen und Foren, bei denen einem genau vorgerechnet wurde, was man in welcher Menge zu füttern hat :D Inzwischen haben wir drei Welpen großgebarft, der erstgebarfte Berner ist 10 Jahre alt damit geworden und war dabei immer gesund. Weil wir das Modell Faulbarfer sind dauert die Fütterung kaum länger als mit Trockenfutter. Wir kaufen fertige Menüs in denen Gemüse schon drin ist und das kommt dann einfach täglich 2x in den Napf - fertig. Ab und an gibts Öl (im Moment Schwarzkümmelöl) und Algenpulver gegen Zahnstein darüber aber das war es dann auch schon.

  • #2

    Silvia (Donnerstag, 09 Juli 2015 08:57)

    Hätte mal eine Frage?
    Barfe erst seit kurzem und lese gerade das ihr Rinderblut gebt. Wieviel gibt man davon in das fressen und wie oft, für was ist das gut. Danke LG

  • #3

    AbsolutHund.at (Donnerstag, 09 Juli 2015 09:37)

    Liebe Silvia,
    ich habe mir, um wirklich auf Nummer Sicher zu gehen, unsere Futterpläne von einer Ernährungsberaterin erstellen lassen und die Kosten halten sich wirklich in Grenzen. Unter www.dogs.at/angebot findest du das Angebot und die Preise. Das Blut ersetzt meines Wissens nach den Salzbedarf des Hundes. Die Menge hängt wahrscheinlich unter anderem auch von der Größe und dem Gewicht des Hundes ab. Meine beiden bekommen mit ihren 4 und 5 kg täglich je einen halben Eiswürfel Blut. Ich hoffe, dass ich dir etwas weiterhelfen konnte.
    Liebe Grüße
    Claudia