Ist Barfen wirklich teurer?

Ist Barfen wirklich teuer? - AbsolutHund.at

Ist Barfen wirklich teurer als industriell hergestelltes Futter, oder handelt es sich dabei nur um einen weiteren Mythos, der rund ums Barfen kursiert. Viele, die ihren Hund gerne barfen würden, stellen sich natürlich auch die Frage nach den Kosten. Wie viel muss ich für frisches Fleisch, Gemüse, Öle und was man sonst noch alles braucht monatlich aufwenden? Es kommt natürlich auch darauf an, wie viele Hunde man hat und wie viel Futter diese pro Tag benötigen. Das muss jeder Hundebesitzer individuell für sich durchrechnen. Allerdings...

brauche ich bei einem größeren Hund nicht nur mehr Frischfutter, sondern auch mehr Dosen- bzw. Trockenfutter. Wenn man Barfen möchte, jedoch auf Grund von Allergien auf gewisse Fleischsorten angewiesen ist, kann das schon mal mehr kosten, vor allem hier braucht man eine günstige Quelle.

 

Hochwertiges Dosenfutter

Da ich nur von meinen persönlichen Erfahrungen ausgehen kann, habe ich mir einmal angeschaut, wie das in unserem Fall ist. Pollux und Coco, mit ihren knappen 5 und 4 kg, sind ja nicht gerade Schwergewichte. Trotzdem habe ich vor dem Barfen für jeden eine 400g Dose Nassfutter pro Tag benötigt. Klingt jetzt für manche viel, aber die beiden waren keineswegs überernährt. Im Gegenteil, nur mit dieser Menge konnte ich das Gewicht der beiden stabil halten. Vor allem bei Pollux, der ständig in Bewegung ist, hat eine Mengenreduzierung, mehrere Tierärzte meinten die Menge wäre viel zu viel für so kleine Hunde, sofort zu Gewichtsverlust geführt. Die Kosten des hochwertigen Dosenfutters lagen für beide in etwa bei 5,80 Euro pro Tag. Wenn ich ein Monat mit 30 Tagen berechne, lagen meine monatlichen Ausgaben also bei 174 Euro.

 

Barfen – Zusätze und Öle

So nun zum Barfen. Bedenken muss man hier, dass man zu Beginn auch Zusätze und Öle einkaufen muss. Für die Zusätze wie, Algen, Kräuter, Bierhefe, Kalziumcitrat habe ich insgesamt in etwa 30 Euro ausgegeben. Ich muss dazu sagen, dass wir seit Februar barfen und ich bis heute nichts an Zusätzen nachgekauft habe. Einzig die Bierhefe und das Kalziumcitrat neigen sich dem Ende zu, für Nachschub habe ich bereits gesorgt. Bei den eingekauften Ölen liegen die Kosten bei 20 Euro. Sicherlich braucht man nicht unbedingt drei verschiedene Öle, so wie ich. Pollux und Coco bekommen Lachsöl, Hanföl und Leinöl im Wechsel. Die Erstkosten belaufen sich also mit Zusätzen und Ölen auf etwa 50 Euro. Man kommt allerdings lange damit aus und es wird wahrscheinlich nicht alles zur gleichen Zeit aufgebraucht sein.

 

Barfen – Fleisch und andere leckere Sachen

Die tägliche Gesamtfuttermenge hat sich beim Barfen um einiges verringert. Pollux bekommt nun 170g und Coco 180g täglich. Anfangs hat Pollux etwas an Gewicht verloren, also habe ich die Mengen etwas erhöht. Mittlerweile hält er mit der errechneten Tagesration sein Gewicht.

 

Das Fleisch kaufe ich hauptsächlich tiefgefroren. Doch ich habe auch einen Fleischwolf. Wenn jemand die Möglichkeit hat, direkt beim Schlachthof einzukaufen, ist das eine feine Sache und sicher noch günstiger. Durch das Barfen ist der tägliche Speiseplan meiner Zwerge auf jeden Fall abwechslungsreich. Sehr zu deren Freude. Es gibt Rind, Huhn, Lamm, Ziege, Herz, Pute, Innereien. Beim Gemüse gibt es abwechselnd Salat, Zucchini, Karotten, Sellerie,... Da Pollux und Coco ja nicht gerade zum Zunehmen neigen, gibt es bei uns auch Kohlehydrate in Form von Nudeln und Kartoffeln. Hinzu kommt noch Rinder- bzw. Lammfett und Blut. Das Rinderblut gibt es täglich zum Futter. Nudeln, Kartoffel und Eier habe ich nicht eingerechnet, da ich diese, wie auch Obst, sowieso meist zu Hause habe. Auch der jeweilige Anteil an Zusätzen und Ölen ist nicht eingerechnet. Wenn ich mir aber nun die Gegenüberstellung der Kosten von Dosenfutter und Barfen ansehe, könnte ich allerdings über sehr lange Zeit Öle und Zusätze einkaufen. Meine monatlichen Kosten beim Barfen liegen bei rund 65 Euro für beide Hunde.

 

Fazit: Barfen macht zwar etwas mehr Arbeit, als eine Dose zu öffnen, ist aber in meinem Fall weitaus günstiger als Fertigfutter. Dazu kommt noch, dass sich Pollux und Coco seit der Futterumstellung wirklich prächtig entwickeln.


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Kommentare: 5
  • #1

    Elisabeth schmied (Donnerstag, 25 Juni 2015 07:15)

    Mein hund ist 2 jahre, hat eine futtermilbenallergie und gräserallergie deswegen barfe ich schon mehr als ein jahr. Es geht ihm dadurch viel besser, aber bei 35 kg kann ich nicht behaupten das barfen günstig ist. Ich brauche für ihn mit allem drum und drann auch Leckerli und knochen.....ca 100 euro im monat. Aber ich machs gerne weil er ist ein ganz lieber verschmuster und treuer kerl.

  • #2

    AbsolutHund.at (Donnerstag, 25 Juni 2015 17:24)

    Hallo Elisabeth,
    Pollux hatte angeblich auch eine Futtermittelallergie, seit dem Barfen gibt es auch bei uns keine Probleme mehr. Bei meinen Beiden ist das Barfen um einiges günstiger. Aber ich würde es, genau so wie du, auch tun, wenn es teurer wäre...
    Liebe Grüße
    Claudia

  • #3

    Maxim (Mittwoch, 30 Dezember 2015 09:19)

    Darf ich fragen woher du dein Fleisch bestellst ?
    Für zwei Hunde 65€ im Monat ist wahnsinnig wenig Geld !

  • #4

    AbsolutHund.at (Mittwoch, 30 Dezember 2015 09:36)

    Hallo,

    ich kaufe im Hundefeinkostladen in Wien 22 ein, da kann man auch online bestellen und bekommt das Futter auch geliefert. Man muss bei den Kosten aber bedenken, dass ich kleine Hunde habe. Ich hätte mir vorher nie gedacht, dass eine Futterumstellung bei meinen beiden so viel bewirken kann. Sie waren seit wir Barfen nicht mehr beim Tierarzt, vorher waren wir, zur Freude des Tierarztes, Dauergäste. Natürlich gibt es auch Hunde, für die Barfen nicht das Richtige ist. Von den Kosten her konnte ich mit dem Barfen einiges einsparen.
    Liebe Grüße
    Claudia

  • #5

    Magdalena (Dienstag, 16 Februar 2016 10:16)

    Also ich kaufe ebenfalls beim Hundefeinkostladen für 2 mittelgrosse Hunde (25 bis 30 kg) für einen Monatsbedarf samt Knochen, Fett und Blut kommen wir auf 90 bis 100 Euro!